Ich unterstütze Organisationen, die dort hinschauen, wo es unbequem wird – Umweltschutz Organisation unterstützen
Aktuell läuft im Fernsehen ein Bericht über den Wal vor dem Timmendorfer Strand in der Ostsee. Ein Tier, das sich verirrt hatte, zu nah an die Küste gekommen war und schließlich auf einer Sandbank festlag. Die Bilder waren schwer auszuhalten. Einsatzkräfte, Boote, Menschen im Wasser – alle mit dem Ziel, dieses Tier zurück ins offene Meer zu bringen. Für einen Moment sah es so aus, als würde es gelingen. Der Wal kam frei, bewegte sich wieder, schwamm zurück Richtung Wasser.
Und dann kam die Szene, die hängen bleibt. Der Wal hatte ein Geisternetz im Maul.
In diesem Moment wird aus einem einzelnen Ereignis etwas anderes. Es ist kein tragischer Zufall mehr. Es ist die Konsequenz dessen, wie wir mit unseren Meeren umgehen. Müll, Fischerei, Schifffahrt – alles greift ineinander. Und plötzlich ist das, was man sonst nur liest oder irgendwo hört, direkt vor einem. Nicht abstrakt, sondern konkret.
Ein Moment, der hängen bleibt

Und genau in diesem Moment habe ich gemerkt: Ich bin gerade ein bisschen stolz.
Nicht, weil ich irgendetwas Großes getan habe. Sondern weil ich genau diese Organisation unterstütze. Weil ich in diesem Moment gesehen habe, dass da Menschen stehen, die nicht nur darüber sprechen, sondern handeln. Die dorthin gehen, wo es konkret wird. Dorthin, wo man nicht mehr wegschauen kann.
Was mich daran beeindruckt hat, war diese Klarheit. Wir sind es gewohnt, Dinge zu relativieren. Immer noch eine Perspektive, noch ein „Ja, aber“, noch ein Argument, warum es vielleicht doch nicht ganz so einfach ist. Sea Shepherd macht das nicht. Und genau deshalb sind sie unbequem. Weil sie die Dinge nicht weicher machen, als sie sind.
Ich unterstütze diese Organisation nicht, weil ich jede einzelne Aktion im Detail bewerten kann. Das kann ich nicht. Ich unterstütze sie, weil sie sichtbar machen, was wir zu oft ausblenden. Für mich ist genau das der Kern, wenn wir darüber sprechen, warum wir eine Umweltschutz Organisation unterstützen sollten.
Verantwortung beginnt nicht erst im Großen


Diese drei Organisationen arbeiten in völlig unterschiedlichen Kontexten. Und trotzdem geht es im Kern um das Gleiche. Hinschauen. Nicht nur dort, wo es einfach ist, sondern genau da, wo es unangenehm wird. Da, wo man merkt, dass man selbst Teil des Systems ist.
Ich schreibe viel über Nachhaltigkeit, über Verantwortung und über unternehmerische Entscheidungen. Aber dieser Moment vor dem Fernseher war ehrlicher als viele Texte. Weil er nichts erklärt hat, sondern einfach gezeigt hat, was ist.
Und genau deshalb bleibt er hängen.
Ich unterstütze Organisationen, die dort hinschauen, wo es unbequem wird. Und genau deshalb würde ich jederzeit wieder eine Umweltschutz Organisation unterstützen, die nicht nur spricht, sondern handelt.
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Kosten einer Nachhaltigkeitsberatung – die wichtigsten Fragen und Antworten
www.sea-shepherd.de
www.mellifera.de
www.orang-utans-in-not.org
