Nachhaltigkeit eher Geschäftsmodell oder Haltung?

Immer mehr Unternehmen integrieren das Thema Nachhaltigkeit in ihre unternehmerische Strategie. Ich habe mir die vergangenen Monate oft die Frage gestellt, ist dieses durchaus notwendige Handeln einfach ein neues Geschäftsmodell oder ist es eine tiefergehende menschliche (unternehmerische) Haltung.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir das letztlich völlig egal ist. Ich bin inzwischen der Meinung die Hauptsache es passiert etwas was #sinnvoll #tragfähig und damit #enkeltauglich ist. Ja, ich sehe das inzwischen sehr pragmatisch.

Sicher ist das ehrenwert, wenn eine persönliche Haltung des Unternehmers hinter dem Thema Nachhaltigkeit steht. Letztlich geht es nur darum ins Tun zu kommen und Wirtschaft und Ethik in irgendeiner Form in die Unternehmensstrategie zu integrieren damit es uns allen besser geht und diese Strategie Schritt für Schritt mit Leben zu füllen.

Nachhaltigkeit lässt sich nicht verordnen


Nachhaltigkeit lässt sich nicht verordnen. Es braucht Roadmaps und Mitarbeiter, die emotional integriert und mit der Idee verbunden sind. Die Motive können aber durchaus unterschiedlich sein. Die einen wollten eine bessere Welt, die anderen erkennen, dass der Trend zur Nachhaltigkeit dazu führen muss, dass Sie Ihr Unternehmen für die Zukunft aufstellen müssen.

Es vergeht kein Tag, an dem nicht in irgendeinem Leitartikel oder einer Talkshow ein Umdenken gefordert wird. Wer dazu anhält wird meist in die Schublade des Gutmenschen oder Weltverbesserers gesteckt.

Psychologen haben herausgefunden, dass wir gerne ein geschlossenes Weltbild besitzen möchten und dafür innere Widersprüche glattbügeln. Wir vereinfachen unsere Meinungsbildung, indem wir uns an eine für glaubwürdige gehaltene Quelle oder Person halten. Auch hier neigen wir auch zum Schubladendenken. Dinge, die wirklich nicht zueinanderpassen – Die Freien Demokraten (FDP) gut finden und zugleich für ökologischen Fortschritt sein – werden durch „Sperren“ im Kopf voneinander getrennt gehalten. Bei mir wirkt sich das oft so aus, dass je mehr Meinungen im Kopf herumschwirren, desto mehr Widersprüche tauchen bei mir auf. Die Klarheit geht mir jedes Mal aufs Neue verloren.