Transparenz in der Lieferkette auch in der Elektromobilität

Kobalt gilt als Schlüsselkomponente für die Produktion elektrifizierter Fahrzeuge und ist in größeren Mengen in Hochvoltspeichern von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden enthalten. Unternehmen, die mit dem Rohstoff Kobalt arbeiten, sind mit der Herausforderung konfrontiert, dass beim Abbau von Kobalt Verletzungen von Umweltstandards und Menschenrechten nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Die Transparenz in der Lieferkette ist also auch hier zwingend notwendig und schafft Klarheit.

ElektromobilitätAlle Automobilhersteller, die sich im Bereich Elektromobilität positionieren und sich mit dem Thema Nachhaltigkeit ehrlich auseinandersetzen, müssen ihre Transparenz in der Lieferkette ernst nehmen. Daimler, Volkswagen, BMW und all die anderen. Auch Tesla muss hier mit Klarheit kommunizieren.

Die BMW Group setzt sich jetzt in einer Veröffentlichung zum Ziel, die Transparenz ihrer Batteriezellen-Lieferkette weiter zu erhöhen. Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der BMW Group: „Die BMW Group selbst bezieht kein Kobalt, sondern erhält diesen Rohstoff beispielsweise erst durch den Einkauf von Batteriezellen. Allerdings ist uns bewusst, dass mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch eine Verantwortung bei der Gewinnung von relevanten Rohstoffen wie Kobalt besteht. Als Premiumhersteller haben wir das Ziel, auch im Sinne unserer Kunden hier eine transparente und nachhaltige Lieferkette zu etablieren, die höchste Ansprüche erfüllt.“

Ich bin mir jetzt nicht wirklich sicher ob BMW das Thema Nachhaltigkeit in ihrer gesamten Dimension erfasst hat oder ob es nur darum geht kleine Korrekturen zu machen, um dem Vertrieb und dem Marketing zu zuarbeiten.


Transparenz in der Lieferkette. Folgen Aspekte gilt es zu betrachten:

1. Mit welchen Maßnahmen fordert und fördert das Unternehmen entlang der Zulieferkette einen fairen und solidarischen Umgang aller Beteiligten miteinander?

2. In welcher Form achtet das Unternehmen auf Risiken in der Zulieferkette, bei welchen die Verletzung der Menschenwürde häufig vorkommt.

3. Wie evaluiert das Unternehmen den Lebensweg bzw. die Zulieferkette der Produkte und Dienstleistungen nach negativen ökologischen Auswirkungen.

4. Mit welchen Maßnahmen fordert und fördert das Unternehmen entlang der Zulieferkette einen transparenten und mitbestimmenden Umgang aller Beteiligten miteinander?

Nimmt man Nachhaltigkeit ernst, müssen alle Ebenen der Zulieferkette betrachtet werden und auf allen Ebenen gehandelt und etwas zum Positiven verändert werden. ALLE und nicht nur die der Batterien, weil das gerade aktuell ein Thema ist und Kobalt im Zusammenhang mit Elektromobilität immer mehr in den Medien kritisch betrachtet wird. Mir ist bewusst, dass die Betrachtung der Lieferkette in der Praxis schwierig ist, teilweise unmöglich, aber sie sollte in Unternehmen Schritt für Schritt realisiert werden. Das Bewusstsein dieser Problematik sollte im Unternehmen etabliert sein.